10/10/2026
Nachverdichtung? Klar, es geht nicht ohne. Aber bitte maßvoll!
In Schwaig soll auf einem Grundstück künftig deutlich massiver gebaut werden, als es der bestehende Bebauungsplan bislang vorsieht: ein aufgeständertes Erdgeschoss für Stellplätze, darüber zwei Vollgeschosse plus Penthouse 🤯 Damit wird auf diesem Grundstück eine wesentlich höhere bauliche Dichte ermöglicht als bisher.
Wir haben (als einzige Fraktion) im Bauausschuss dagegen gestimmt. Achtung, wichtig: Nicht, weil wir gegen neuen Wohnraum oder Nachverdichtung sind. Im Gegenteil: Eine kluge Nachverdichtung brauchts, wenn wir Wohnraum schaffen und gleichzeitig möglichst wenig neue Flächen versiegeln wollen.
Nur: sie sollte halt zur Umgebung passen.
In Schwaig gibt es einen Bebauungsplan, an dessen Vorgaben sich die umliegende Bebauung bislang orientiert hat. Wenn nun für ein einzelnes Grundstück erheblich mehr Baurecht ermöglicht wird, muss man aus unserer Sicht sehr genau hinschauen: Was bedeutet das für das Ortsbild? Ist diese Dimension an dieser Stelle noch verträglich? Und welchen Mehrwert hat die Allgemeinheit davon?
Denn mehr Baurecht allein schafft noch keinen bezahlbaren Wohnraum. Nach den uns vorliegenden Planungen ist hier beispielsweise keine Verpflichtung zu geförderten oder vergünstigten Wohnungen vorgesehen.
Stadtentwicklung braucht Maß und Augenmaß. Sie muss neuen Wohnraum ermöglichen – aber genauso die gewachsenen Strukturen unserer Stadt ernst nehmen. Was sagt ihr zu Flos Kritik?