ASG Saar

Anrufen Wegbeschreibung Website

ASG Saar Arbeitsgemeinschaft der Saar SPD

Eine Delegation der Saar ASG war vergangene Woche im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel bei der ...
31/08/2026

Eine Delegation der Saar ASG war vergangene Woche im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel bei der Fachtagung „Strukturmodell in der Pflege: Effizient dokumentieren in Ausbildung und Praxis“ dabei.

Nach den Grußworten von Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, und Beatrice Zeiger folgte ein spannender Fachvortrag von Regine Krimgen-Paulus zu den Neuerungen des Strukturmodells 3.1. Anschließend konnten die Teilnehmenden in praxisnahen Workshops ihr Wissen vertiefen und sich über digitale Lösungen zur Pflegedokumentation informieren.

Ein besonderes Highlight war die abschließende Podiumsdiskussion zum pflegefachlichen Gespräch und zur Begründung geplanter Pflege, unter anderem mit Marc Helfen, Präsident des Saarländischen Pflegerates. Beim gemeinsamen Mittagessen und im Ausstellerforum blieb außerdem viel Raum für fachlichen Austausch und neue Impulse.

Unser herzlicher Dank gilt der Arbeitskammer des Saarlandes und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung. Wir nehmen viele Anregungen für Ausbildung und Pflegepraxis mit!

Liebe Saarbrückerinnen und Saarbrücker,wir stehen hier als ASG (Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokrat*innen im Gesundhe...
25/07/2026

Liebe Saarbrückerinnen und Saarbrücker,

wir stehen hier als ASG (Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokrat*innen im Gesundheitswesen), weil für uns ein Grundsatz unumstößlich ist: Die seelische Gesundheit von Menschen darf niemals zum Spielball von Spardebatten werden!

Wer heute im Bereich der ambulanten Psychotherapie den Rotstift ansetzt, ignoriert nicht nur die Realität in den Praxen, sondern tritt die Nöte der Patientinnen und Patienten mit Füßen. Schauen wir uns die nackten Zahlen an, die Bände sprechen:

• Fast 5 Monate Warten auf Hilfe: Laut der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und den Kassendaten liegt die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz bei 142 Tagen. Im Saarland warten Menschen in seelischen Notlagen oft noch länger auf einen regulären Behandlungsbeginn. 142 Tage – das sind mehr als vier Monate, in denen Erkrankungen chronisch werden!

• Rekordstand bei den Ausfalltagen: Die aktuellen Gesundheitsreporte der Krankenkassen (wie DAK und TK) zeigen: Psychische Erkrankungen verursachen mittlerweile über 340 Arbeitsunfähigkeitstage pro 100 Versicherte. Sie stellen fast 18 % des gesamten Krankenstandes in Deutschland dar – Tendenz steigend!

• Verheerende Folgen für den Arbeitsmarkt: Nach Daten der Deutschen Rentenversicherung und des Statistischen Bundesamtes gehen über 41 % aller Frühberentungen auf psychische Erkrankungen zurück.

Wer hier kürzt, spart nicht – er richtet Schaden an!

Jeder Euro, der in der psychotherapeutischen Versorgung gestrichen wird, führt morgen zu höheren Kosten im Krankengeld, zu mehr Ausfällen in unseren Unternehmen und zu unermesslichem menschlichem Leid. Die ambulante Psychotherapie ist die kosteneffizienteste und wirksamste Säule, die wir haben, um Menschen mit psychischen Erkrankungen und aluten Krisen wieder Halt und Perspektive zu geben.

Als sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft sagen wir ganz deutlich:

Gesundheitsversorgung ist Daseinsvorsorge!
Wir fordern:

1. Keine Honorarkürzungen oder Deckelungen für die Therapeutinnen und Therapeuten, die die Versorgung Tag für Tag auf ihren Schultern tragen.

2. Eine Bedarfsplanung, die ihren Namen verdient, damit Wartezeiten endlich abgebaut werden.

3. Verlässliche Rahmenbedingungen für den Nachwuchs und die Praxen im Saarland und bundesweit!

Vielen Dank und Glück auf!

10/07/2026

Heute ist kein guter Tag für das deutsche Gesundheitswesen.

Der Bundestag und der Bundesrat haben heute eine Reform beschlossen, die als Beitrag zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung verkauft wird. Tatsächlich löst sie die grundlegenden Probleme unseres Gesundheitswesens nicht. Sie verschiebt Lasten, verschärft bestehende Fehlentwicklungen und wird am Ende diejenigen treffen, die diese Krise nicht verursacht haben: Versicherte, Beschäftigte, Patientinnen und Patienten sowie viele Krankenhäuser.

Als Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Saar kann ich meine Enttäuschung über diese Entscheidung nicht verbergen.

Seit Jahrzehnten weisen die ASG, Beschäftigtenvertreter, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Krankenkassen, Ärzte, Verbände und zahlreiche Praktiker auf die strukturellen Defizite unseres Gesundheitswesens hin. Wir wissen längst, wo die Probleme liegen:

- die unzureichende Finanzierungsbasis der gesetzlichen Krankenversicherung,
- die Fehlanreize durch die DRG-Fallpauschalen,
- die zunehmende Ökonomisierung medizinischer Entscheidungen,
- die Überlastung der Beschäftigten,
- die ungleiche Finanzierung zwischen gesetzlicher und privater Versicherung,
- die mangelnde Konzentration auf Prävention und Gesundheitsförderung.

Ebenso lange liegen Vorschläge auf dem Tisch:
!Eine solidarische Bürgerversicherung.
!Die Überwindung der Zwei-Klassen-Medizin.
!Die Abschaffung bzw. grundlegende Reform der DRGs.
!Eine konsequente Entökonomisierung des Gesundheitswesens.
!Eine nachhaltige Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln.
!Mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen.

Stattdessen erleben wir erneut eine Politik, die Symptome verwaltet, aber die Ursachen nicht angeht.

Viele Menschen werden die Folgen dieser Entscheidung erst in den kommenden Jahren spüren. Weitere Krankenhäuser werden wirtschaftlich unter Druck geraten oder schließen müssen. Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten wird weiter steigen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden zunehmend mit steigenden Kosten konfrontiert. Die eigentlichen Strukturprobleme bleiben bestehen.
In den vergangenen Tagen habe ich mit langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen gesprochen. Eine Kollegin, die über Jahrzehnte hinweg treu an der Seite der Sozialdemokratie stand, erzählte mir, dass sie die SPD verlassen habe. Auf die Frage nach dem Warum antwortete sie:
"Ich habe nicht meine Partei verlassen – meine Partei hat mich verlassen."

Dieser Satz geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf.
Denn viele Menschen, die sich jahrzehntelang für eine solidarische Gesundheitsversorgung eingesetzt haben, fragen sich mittlerweile, wer ihre Stimme in Berlin noch hört.

Deshalb möchte ich heute ausdrücklich einer kleinen Minderheit danken, die sich diesem Kurs nicht widerspruchslos angeschlossen hat. Mein Dank gilt insbesondere unserer saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, die gemeinsam mit weiteren Stimmen im Bundesrat versucht hat, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Auch wenn dieser Versuch letztlich erfolglos blieb, war er ein wichtiges Signal: Dass kritische Fragen gestellt werden müssen, wenn Entscheidungen weitreichende Folgen für die Gesundheitsversorgung und die Menschen in unserem Land haben.

Ich bin Sozialdemokrat. Deshalb werde ich nicht aufhören, für ein Gesundheitswesen zu kämpfen, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und nicht an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Und ich werde nicht aufhören, innerhalb meiner eigenen Partei für die Konzepte einzutreten, die wir als ASG seit Jahren vertreten.

Nicht weil sie bequem sind.
Sondern weil sie notwendig sind.

Eine solidarische, gerechte und dauerhaft tragfähige Gesundheitsversorgung wird nicht dadurch entstehen, dass man die Rechnung immer wieder den gleichen Menschen präsentiert. Sie entsteht nur durch den Mut, die eigentlichen Probleme endlich anzugehen.

Ruben Henschke
Vorsitzender ASG Saar

02/07/2026

„Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht in der Arztpraxis ab dem ersten Tag ist unsinnig bis gefährlich“
Reformpaket der Bundesregierung: Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD warnt vor negativen Folgen

„Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsvereinbarung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Dass nun künftig Patientinnen und Patienten zum Beispiel mit Viruserkrankungen, Infektionen oder anderen akuten Beschwerden ab dem ersten Tag der Erkrankungen in die Arztpraxen sollen, ist weder der Gesundheit zuträglich, noch den ohnehin stark belasteten Hausarztpraxen. So werden im Zweifel andere Patientinnen und Patienten angesteckt und der Aufwand in den Praxen erhöht sich weiter. Auch die telefonische Krankschreibung durch Ärztinnen und Ärzte, die die jeweilige Person kennen, ist eine pragmatische und sinnvolle Lösung; gerade bei Erkrankungen wie Magen-Darm-Infekten und anderem. Kommt die Pflicht zur Krankschreibung in der Praxis ab dem ersten Tag, wird erhebliche Bürokratie geschaffen – das Gegenteil vom politisch erklärten Ziel. Eine funktionierende Regelung wird über den Haufen geworfen, nur weil einige Arbeitgeber nicht wissen, wie sie mit kranken Beschäftigten umgehen sollen und scheinbar denken: Druck wird helfen. Unsere Arbeitsgemeinschaft wird im Verfahren dafür werben, dieses unsinnige bis gefährliche Vorhaben so nicht Realität werden zu lassen“, so Velter. Hierfür appelliert er an die Vernunft aller Koalitionäre.

Hintergrund: Die Bundesregierung hat ihr Reformpaket vorgestellt. Geplant ist für den Gesundheitsbereich unter anderem, die Regeln für Krankschreibungen von Beschäftigten drastisch zu verschärfen. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (sog. AU, „gelber Schein“) soll künftig verpflichtend schon ab dem ersten Tag der Erkrankung vorgelegt werden. Bisher ist dies erst ab dem vierten Tag vorgeschrieben. Abgeschafft werden soll zudem die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen. Begründet werden die Maßnahmen mit hohen Fehlzeiten in Unternehmen.

Die ASG ist die älteste Arbeitsgemeinschaft in der SPD. In ihr engagieren sich SPD-Mitglieder aus allen Berufen des Gesundheitswesens und darüber hinaus.

Die ASG im Saarland bekräftigt die Kritik der Bundesebene! "Eine solche Vorgehensweise hat nichts mit evidenzbasierten politischen Entscheidungen zu tun. Die Union will hier ideologieschwangere Interessen ihrer Stakeholder durchdrücken. Das wird weder zu einer besseren Gesundheitsversorgung beitragen, noch wird es das Bruttosozialprodukt stärken oder die Wirtschaft ankurbeln. Es stellt eine unnötige Belastung der ohnehin schon überlaufenen Hausarztpraxen dar. Die Wirtschafts- und Sozialpolitischen Verfehlungen der letzten Jahre sollten jetzt weder auf die Beschäftigten noch auf die niedergelassenen Medizinier abgewälzt werden. Eine zukunftsgerichtete und verantwortungsvolle Politik muss andere Ideen auf den Tisch bringen!" So Ruben Henschke, der ASG- Vorsitzende im Saarland zu der Debatte.

Was der saarländische Gesundheitsminister sagt!
05/06/2026

Was der saarländische Gesundheitsminister sagt!

Wegen eines erwarteten Milliardendefizits in der Pflegeversicherung hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Vorschläge für eine Reform vorgelegt. Geplant sind unter anderem strengere Prüfungen von Pflegegraden sowie später greifende Zuschüsse zu den Eigenanteilen in Pflegeheimen.

🗣️Gesundheitsminister Magnus Jung warnt davor, dass die vorgesehenen Änderungen vor allem Pflegebedürftige, Angehörige und Versicherte zusätzlich belasten würden. Aus seiner Sicht fehlen im Gesetzentwurf wichtige Maßnahmen zur nachhaltigen Finanzierung der Pflegeversicherung, etwa die Übernahme versicherungsfremder Leistungen durch den Bund oder ein Ausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung. Zudem befürchtet er höhere finanzielle Belastungen für die Kommunen. 💶

👵👴 Stattdessen spricht sich Jung für einen bundesweiten Pflegedeckel aus, um zu verhindern, dass Menschen durch Pflegebedürftigkeit auf Sozialhilfe angewiesen sind. Auch eine Verknüpfung der Pflegereform mit einer Reform der Erbschaftsteuer hält er für einen wichtigen Beitrag zu mehr Generationengerechtigkeit. ⚖️

Heute waren wir als Vorstand der ASG Saar beim Pflegetag am Saarbrücker Schloss. Die Gespräche mit Vertretern der Landes...
22/05/2026

Heute waren wir als Vorstand der ASG Saar beim Pflegetag am Saarbrücker Schloss. Die Gespräche mit Vertretern der Landesregierung, den Akteuren der KAPSaar und der Arbeitskammer, den vielen engagierten Ausstellern und den Akteurinnen und Akteuren aus Pflege, Ausbildung und Versorgung zeigen erneut: Pflege ist ein hochprofessioneller, unverzichtbarer Beruf mit enormer gesellschaftlicher Bedeutung.
Die Maßnahmen der Landesregierung zur Stärkung der Ausbildung und der Arbeitsbedingungen werden in der Praxis sichtbar und anerkannt. Ein starkes Signal für die Zukunft der Pflege im Saarland.

19/05/2026
ASG- Saar: Psychische Gesundheit und Pflege stärken – Versorgungslücken ehrlich benennen, Reformen entschlossen angehenS...
06/02/2026

ASG- Saar: Psychische Gesundheit und Pflege stärken – Versorgungslücken ehrlich benennen, Reformen entschlossen angehen

Saarbrücken, 06. Februar 2026 – Die Arbeitsgemeinschaft der SozialdemokratInnen im Gesundheitswesen (ASG) Saarland hat sich am 05. Februar 2026 zu einem fachpolitischen Austausch mit Sozial- und Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung getroffen.

Aufbauend auf der konstituierenden Sitzung der ASG am 22. Januar 2026 im Saarländischen Landtag unter Leitung des neuen Vorsitzenden Ruben Henschke setzt die ASG damit früh im Jahr klare Schwerpunkte: Psychiatrie und Psychotherapie im ersten Halbjahr, insbesondere die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, sowie geschlechterspezifische Medizin im zweiten Halbjahr – mit Blick auf die Benachteiligung von Frauen in Forschung und Versorgung.

„Wir brauchen eine Versorgung, die sich an realen Bedarfen orientiert – nicht an Statistik. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sehen wir steigende psychische Belastungen und gleichzeitig lange Wartezeiten. Das ist ein politischer Handlungsauftrag“, so die ASG nach dem Gespräch.

Psychiatrie und Psychotherapie: Stationär stabil – ambulante Engpässe, Ausbildungslücken
Im stationären Bereich berichtete das Ministerium von einer hohen Auslastung der psychiatrischen Versorgung. Gleichzeitig bleiben die ambulanten Wartezeiten ein Kernproblem: Die Bedarfsplanung nach den Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) führt statistisch teils zu einer vermeintlichen Überversorgung, wird aber in der Lebensrealität vieler Betroffener als Unterversorgung erlebt.

Zentrale Punkte und Anregungen des Austauschs waren zudem:

* zu wenige und unzureichend finanzierte Ausbildungsplätze für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten; die ASG prüft hierzu ein Antragsthema für die ASG-Bundeskonferenz
* der Dialog mit der Psychotherapeutenkammer
* die steigende Zahl psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
* das neu gegründete Psychiatriereferat im Ministerium sowie der fachliche Austausch u. a. mit Frau Professor Müller

Krankenhausplanung und Investitionen: Klare Linien statt Aufweichung
Die ASG begrüßt, dass die Krankenhausplanung weiter vorangetrieben wird: Im September haben Krankenhäuser Anträge zur Zuteilung von Leistungsgruppen gestellt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auf Bundesebene weiterhin Uneinigkeit besteht – insbesondere mit Blick auf mögliche Aufweichungen des Reformrahmens sowie die Auseinandersetzungen um den Transformationsfonds.
Seit Jahren wird sich auf allen Ebenen beschwert, dass die Länder ihren Investitionspflichten im Bereich der Kliniken nicht nachkommen. Die saarländische Landesregierung liefern und haben die laufenden Investitionen in unsere Kliniken im Haushalt vervierfacht. In den nächsten 10 Jahren sollen bis zu 1 Milliarde Euro öffentliche Mittel in die Krankenhäuser unsere Landes fließen.

Pflege und Fachkräfte: Kurs halten, Integration stärken
Beim Thema Pflege wurde die Zielmarke bekräftigt, 4.000 zusätzliche Pflegekräfte bis 2030 zu gewinnen (Ausgleich bereits fehlender Kräfte, demografischer Mehrbedarf und Qualitätsausbau). Als positive Entwicklung wurde ein Netto-Zuwachs von bisher ca. 650 Pflegekräften genannt, wesentlich getragen durch Anwerbung und Integration ausländischer Fachkräfte. Die ASG sieht darin einen wichtigen Baustein und setzt auf konsequente Fortführung – inklusive passender Rahmenbedingungen und Stärkung erfolgreicher Strukturen wie der KAPSaar zur Attraktivierung der Pflegeberufe.

Ärztliche Versorgung: Mehr Köpfe – weniger Stunden, bessere Steuerung nötig
In der ärztlichen Versorgung wurde herausgearbeitet: Insgesamt gibt es so viele Ärztinnen und Ärzte wie nie, entscheidend sind jedoch die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden und die regionale Verteilung. Diskutiert wurden:

* Stärkung eines Primärarztsystems zur Patientensteuerung und Vermeidung von Doppel- und Fehlversorgung
* Entlastung durch Telemedizin, auch im Notdienst
* Ausweitung von Studienplätzen (z. B. Landarztquote) mit Bindungspflichten. Aktuell wandern viele saarländische Medizinstunden nach abgeschlossenem Studium ab. Dabei bildet das Saarland weiter über Durchschnitt im Vergleich zu anderen Ländern aus (Verhältnis Studienplätze pro Einwohner)
* Rolle der Kassenärztlichen Vereinigung im Versorgungsauftrag und in Zulassungsverfahren

Bundespolitik: Reformdruck wächst – soziale Balance verteidigen
Die ASG unterstrich abschließend die bundespolitische Dimension: Es braucht eine Reform der Pflegeversicherung und der Krankenversicherung; in den kommenden Jahren fehlen zusammen rund 23 Mrd. Euro. Vorschläge, die auf Leistungsabbau oder Lohndeckel in der Pflege zielen, weist die ASG entschieden zurück. Die grundlegenden Systemfragen dürfen nicht durch von den Unionsparteien ins Feld geführte Kürzungsdebatten an den Rand gedrängt werden.

Bericht zur ordentlichen Landeskonferenz der ASG SaarAm gestrigen Tag fand die ordentliche Landeskonferenz der Arbeitsge...
28/11/2025

Bericht zur ordentlichen Landeskonferenz der ASG Saar

Am gestrigen Tag fand die ordentliche Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Saar im Sitzungssaal der SPD-Landtagsfraktion statt. Die Konferenz war geprägt von intensiven inhaltlichen Diskussionen, einem offenen Austausch über die aktuellen sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen im Saarland und der Wahl eines neuen Landesvorstandes.

Besonders gefreut hat die Delegierten der Besuch zahlreicher Gäste, die die Bedeutung der ASG für die saarlandweite Gesundheits- und Sozialpolitik deutlich unterstrichen. Unter ihnen war Alois Engeldinger, Vorsitzender der AG 60 Plus Saar, dessen Teilnahme ein wichtiges Zeichen der engen Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsgemeinschaften setzte.

Als Versammlungsleitung führte Florian Schäfer MdL souverän durch die Sitzung. Ebenso begrüßte die ASG Frank Schmidt MdL sowie Bettina Altesleben, Staatssekretärin für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit.

Frau Altesleben überbrachte ein Grußwort im Namen des Ministers Dr. Magnus Jung und gab in einem Impulsvortrag einen fundierten Einblick in die laufenden und kommenden gesundheitspolitischen Schwerpunktprojekte der Landesregierung. Hervorgehoben wurden unter anderem Saar66, die KAPSaar, der neue Krankenhausplan sowie weitere zentrale Vorhaben, die die saarländische Versorgungslandschaft nachhaltig weiterentwickeln sollen.

Neuwahl des Landesvorstandes
Im Mittelpunkt der Konferenz standen die turnusgemäßen Vorstandswahlen. Die Versammlung wählte:

Vorsitz:
• Ruben Henschke

Stellvertretende Vorsitzende:
• Sonja Wieland-Becker
• Erik Meisberger

Schriftführung:
• Christian Kramer

Beisitzer*innen:
• Christine Bauer
• Michaela Both
• Markus Hardt
• Erik Hartmann
• Jens Möller
• Florian Schäfer MdL
• Markus Stengele
• Rafael Voigt
• Amjad Fallouh

Der neu gewählte Vorsitzende Ruben Henschke dankte den Konferenzteilnehmern für ihr Vertrauen und skizzierte in einer klaren, engagierten Ansprache die Schwerpunkte und Leitlinien seiner kommenden Amtszeit. In seiner Rede machte er deutlich, worum es in der ASG geht: Verantwortung übernehmen – für ein solidarisches, menschliches und zukunftsfähiges Gesundheitssystem.

Er betonte, dass Gesundheit keine Ware ist und dass eine Politik, die echte Verbesserungen will, den Mut haben muss, alte Strukturen zu hinterfragen. Reformen seien kein Selbstzweck, sondern ein notwendiger Startpunkt, um Versorgung neu und gemeinsam zu denken – praxisnah, professionenübergreifend und im Interesse der Menschen, die auf unser System angewiesen sind.

„Wir wollen nicht am Rand stehen und kritisieren – wir wollen gestalten. Mit Expertise, mit Haltung und mit dem Willen, unser Gesundheitssystem gerechter und menschlicher zu machen.“

Bürokratieabbau, verlässliche Versorgung in Stadt und Land, eine starke Stimme für Pflege, Medizin, Therapie und Angehörige – dafür wird die ASG Saar unter neuem Vorstand eintreten.
________________________________________
Danke an alle Delegierten und Gäste für den starken Austausch und das Vertrauen!
Gemeinsam machen wir die sozialdemokratische Gesundheitspolitik im Saarland sichtbarer, hörbarer und wirksamer. 💪❤️

Unsere nächste Fachveranstaltung steht vor der Tür "Quo vadis Pflege" - Pflege im FokusBei dieser Veranstaltung steht vo...
12/11/2024

Unsere nächste Fachveranstaltung steht vor der Tür "Quo vadis Pflege" - Pflege im Fokus

Bei dieser Veranstaltung steht vor Allem die Pflegeausbildung im Mittelpunkt. Wir wollen diskutieren, was sich seit der Ausbildungsreform getan hat und wie wir auch künftig eine qualitativ hochwertige Ausbildung in der Pflege sicherstellen können.

Um Anmeldung wird gebeten.

https://asg.spd-saar.de/index.php?id=15886

Adresse

Talstraße 58
Saarbrücken
66119

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00

Telefon

+49681954480

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn ASG Saar etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen