25/10/2026
🦌🍂 Wildwechsel: Im Herbst steigt die Gefahr!
Aktuell verändert sich das Verhalten vieler Wildtiere. Die Tiere suchen nach Nahrung oder wechseln ihren Aufenthaltsort. Auch die Paarungszeit kann ihr Verhalten deutlich beeinflussen.
Gleichzeitig wird es früher dunkel. Gerade in den Morgen- und Abendstunden ist deshalb besondere Aufmerksamkeit gefragt, wenn Ihr auf Landstraßen unterwegs seid.
Vor allem auf Straßen entlang von Wäldern, Hecken und landwirtschaftlichen Flächen solltet ihr sehr vorsichtig fahren.
ℹ Was Ihr tun könnt, um einen Wildunfall zu vermeiden:
• In Dämmerungs- und Nachtzeiten aufmerksam und mit angepasster Geschwindigkeit fahren. So kann rechtzeitig reagiert werden, wenn Wildtiere an oder auf der Fahrbahn auftauchen.
• Erscheint das Verkehrszeichen "Achtung Wildwechsel", weist dieses auf einen Wildunfallschwerpunkt hin. Das bedeutet: Mehrere Wildunfälle haben sich in dem Bereich bereits ereignet. Daher Geschwindigkeit reduzieren.
• Ist ein Wildtier am Straßenrand zu sehen, muss damit gerechnet werden, dass weitere Wildtiere auftauchen und die Straße queren können.
• Wird ein Wildtier entdeckt, Fernlicht abblenden. So werden die Tiere nicht geblendet und eine panische Reaktion wird vermieden.
• Hupen, um (weitere) Tiere zu vertreiben.
ℹ Wenn ein Wildunfall nicht zu vermeiden war:
• Kann eine Kollision nicht mehr verhindert werden, bremsen und dabei das Lenkrad festhalten. Lieber sollte ein Zusammenstoß riskiert werden, als unkontrolliert auszuweichen – dadurch kann das Fahrzeug in den Gegenverkehr geraten.
Nach dem Unfall muss zuerst die Unfallstelle gesichert werden (Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen, Warndreieck aufstellen) und falls notwendig Erste Hilfe leisten. Danach die Unfallstelle bei der Polizei unter 110 melden und falls möglich, das tote Tier von der Straße ziehen (Handschuhe anziehen!).
Meldet ein Fahrzeugführender einen Wildunfall nicht unverzüglich, kann dies nach § 4 (4) und § 67 (2) Nr. 1 des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzt (JWMG) eine Ordnungswidrigkeit darstellen.
• Aufgrund der Verletzungen und dem ausgelösten Stress können noch lebende Wildtiere unkontrolliert und auch aggressiv reagieren. Daher sollte ein ausreichend großer Abstand zum Tier eingehalten werden, damit es sich beruhigen kann. Gleichzeitig sorgt die Beruhigung dafür, dass das Tier nicht wegläuft und der Jäger oder die Jägerin das Tier von seinen Schmerzen erlösen kann.
🫶Rücksicht schützt Mensch und Tier. Bleibt achtsam und fahrt vorsichtig!💚
Quelle: www.fawf.wald.rlp.de, www.fva-bw.de
📷: Landesforsten.RLP.de/ Adobe Stock