21/10/2026
Damit ihr Handball oder Badminton spielen könnt 🏸
Wer kennt sie nicht, die Linien in jeder Sporthalle auf dem Boden? Oder auf der Tartanbahn draußen? Damit wir Sportarten wie Handball, Badminton und Co. spielen können, braucht es Spielfelder und diese Markierungen fertigt der Handwerksbetrieb KiPP Markierungen aus Kornwestheim. „Wir sind die, die Linien auf Böden malen: Sporthallen, Allwetterplätze, Spielplätze, Shop-Markierungen oder Parkplätze“, fasst Geschäftsführer Stefan Morcher zusammen. Nur im Straßenbau, zum Beispiel bei Fahrbahnmarkierungen, seien sie nicht tätig.
Gestartet ist das Unternehmen als klassischer Malerbetrieb. 1967 entwickelte der ehemalige Chef Heinz Kipp dann für einen Auftrag zusammen mit einer regionalen Lackfirma die erste Farbe, um Linien auf Sportplatzböden aufzutragen. Ein Novum. Seitdem sind sie Marktführer in diesem Bereich und verarbeiten und verkaufen ihre eigenen Produkte.
Pro Jahr schaffen sie circa 1.000 Sportstätten, in Deutschland, Schweiz, Österreich, Luxemburg und Belgien. Dafür sind 12 Teams von vier Standorten aus unterwegs und malen auch mal bis zu 2,5 Kilometer Linien in eine Mehrzweckhalle. Da sie eines der letzten Gewerke auf der Baustelle sind, müssen sie in der Planung sehr flexibel sein: „Ich bekomme Aufträge oft erst wenige Tage vorher rein, das ist für unsere Tourenplanung sehr herausfordernd“, berichtet Stefan Morcher. Seine Mitarbeitenden machten aber viel möglich und müssten auch vor Ort viel mitdenken, dass am Ende alles passt. Denn sie müssen verschiedene DIN-Normen einhalten, die für Wettkämpfe wichtig sind. „Am Ende geht es bei unserer Arbeit um Zentimeter: Hängt der Basketballkorb zum Beispiel 3 cm zu weit links, können wir die Spielfeldlinien nicht richtig ausrichten.“ In den letzten Jahren seien aber auch vermehrt Markierungen für Aktivplätze, Spielplätze oder Calisthenics-Parks hinzugekommen. Hier könnten die Mitarbeitenden dann kreativer werden.