19/09/2026
Leistungsprüfung Ü40: Wenn alte Knochen noch einmal zur technischen Hilfeleistung ausrücken… 🚒👴🏼
Am heutigen Samstag war es bei uns so weit: Elf wagemutige Kameraden der Generation Ü40 stellten sich zum ersten Mal in unserer Geschichte der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung Ü40“. 🚒
Eine Prüfung, bei der nicht nur feuerwehrtechnisches Wissen, Teamarbeit und sauberes Arbeiten gefragt waren – sondern vor allem die spannende Frage: Halten Bandscheiben, Knie und Hüfte bis zum Schluss durch?
Schon beim Antreten wurde klar: Hier steht geballte Erfahrung. Sehr viel Erfahrung. Teilweise so viel, dass man sich fragte, ob einige Teilnehmer schon dabei waren, als die erste hydraulische Rettungsschere erfunden wurde.
Vor dem Start wurden die alten Knochen vorsichtig auf Betriebstemperatur gebracht, die Rücken fachgerecht durchgestreckt und die dritten Zähne mit einer Extraportion Haftcreme gegen unbeabsichtigten Verlust gesichert. Lesebrillen lagen griffbereit, Wärmesalbe war gedanklich bereits aufgetragen und auf Rollatoren konnte nach eingehender Gefährdungsbeurteilung gerade noch verzichtet werden.
Dann konnte es losgehen!
Die Ü40-Truppe zeigte eindrucksvoll, dass Geschwindigkeit relativ ist. Während jüngere Kameraden vielleicht hektisch zum Fahrzeug sprinten, weiß der erfahrene Feuerwehrmann: Wer langsam geht, schont Knie, Hüfte und Meniskus – und kommt meistens trotzdem irgendwann an.
Beim Aufbau zeigte sich die ganze Routine. Jeder Handgriff saß, während die Gelenke bei jeder Bewegung akustische Rückmeldung gaben. Kurzzeitig war nicht ganz eindeutig, ob die Geräusche vom hydraulischen Rettungsgerät oder aus der Knieabteilung der Mannschaft kamen.
Besonders anspruchsvoll war alles, was mit Bücken, Knien und anschließendem Wiederaufstehen zu tun hatte. Das Hinknien funktionierte erstaunlich gut – beim Aufrichten stellte sich dagegen gelegentlich die Frage, ob man dafür nicht gleich schweres Gerät einsetzen sollte.
Und so arbeitete sich die Ü40-Elitetruppe souverän durch die Prüfung – mit Erfahrung, Ruhe und Können. Und vermutlich mit dem beruhigenden Gedanken, dass zuhause Voltaren, Heizkissen und eine orthopädisch wertvolle Schlafposition auf ihren großen Auftritt warteten.
Am Ende stand fest: Die alten Herren können es noch!
Keine Bandscheibe wurde als vermisst gemeldet, sämtliche künstlichen und natürlichen Gelenke blieben weitgehend an ihrem vorgesehenen Platz und auch alle dritten Zähne konnten ihren Besitzern wieder eindeutig zugeordnet werden.
Spaß beiseite 😂:
Herzlichen Glückwunsch an alle 11 Teilnehmer zur erfolgreich bestandenen Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung Ü40“! Ihr habt gezeigt, dass Erfahrung, Zusammenhalt und eine gute Ausbildung durch nichts zu ersetzen sind – und dass man auch jenseits der 40 noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Ausbilder Sven Schmidt und Steven Hlady für die hervorragende Vorbereitung sowie an die Schiedsrichter der Kreisbrandinspektion KBI Michael Iberer, KBM Thomas Wiesent und KBM Andreas Luber für die Abnahme der Leistungsprüfung.
Danke natürlich auch an unsere elf Kameraden fürs Mitmachen, Trainieren und Durchhalten!
Unsere Teilnehmer von links nach rechts:
Ausbilder Steven Hlady, KBI Michael Iberer, Tobias Berger, Norbert Gräml, Jürgen Schloß, KBM Michael Werner aus Schnaittenbach, Dominik Seidler, Frank Schloß, Christian Trautner, Christoph Neidel, Florian Garreis, Florian Kaufmann, Markus Weber, Schiedsrichter Andreas Luber und Schiedsrichter Thomas Wiesent.
Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Leistungsprüfung! 🚒👏