14/08/2026
Das ist keine politische Auseinandersetzung – das ist eine Grenzüberschreitung.
In mehreren Briefkästen eines Viertels unserer Stadt wurde ein Schreiben verteilt, in dem zwei namentlich genannte AfD-Mitglieder persönlich an den Pranger gestellt und die Nachbarschaft dazu aufgefordert werden, sie zu meiden, nicht zu grüßen und andere über ihre politische Haltung zu informieren. Einer der Betroffenen ist auch Kreisrat.
Man kann die AfD und ihre politischen Positionen ablehnen und kritisieren. Das gehört zu einer lebendigen Demokratie. Was hier passiert, ist jedoch etwas völlig anderes. Wer politische Gegner gezielt persönlich ins Visier nimmt und versucht, sie in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld sozial auszugrenzen und einzuschüchtern, überschreitet eine Grenze.
Stadtrat Marcel Menacher:
„Wer solche Wege der Diffamierung nutzt, ist kein Demokrat.“
Wir werden dieses Vorgehen nicht einfach hinnehmen. Der Vorgang wird aufgearbeitet und es wird dagegen vorgegangen.
Wer Hinweise dazu hat, wer diese Schreiben verteilt hat, kann sich gerne per DM bei uns melden.
Demokratie bedeutet, politische Gegner mit Argumenten zu stellen – nicht, sie an den Pranger zu stellen.
Man darf die AfD kritisieren. Man darf ihre Politik ablehnen. Man darf widersprechen. Aber Einschüchterung, Diffamierung und soziale Ausgrenzung sind keine demokratischen Mittel.
Politischer Streit: ja.
Diffamierung und Einschüchterung: nein.