30/10/2026
🚧 Update zu Baustelle Rothenbachbrücke
Nachdem die „Aktivitäten“ auf der Baustelle in letzten Monaten absolut minimalinvasiv waren, kommt der Landesbetrieb heute, am 30.10.26, mit einer Pressemeldung „Information aus erster Hand“ und schreibt: „Baugrund und zusätzliche Untersuchungen stellen das Projekt vor Herausforderungen – Ziel ist, die verbleibende Bauzeit so weit wie möglich zu verkürzen.“
Plötzlich wird über schwierige Baugrundverhältnisse und Kampfmitteluntersuchungen berichtet und in Aussicht gestellt, dass der 1. Bauabschnitt voraussichtlich bis Ende Januar 2027 abgeschlossen werden könne.
Und geradezu stolz wird berichtet, dass tatsächlich die Ausführungsplanung für den 2. Bauabschnitt „schon“ genehmigt seien und von einer Fertigstellung im Herbst 2027 ausgegangen werden könne, ja man bemühe sich sogar um Beschleunigung.
Wer jetzt in verhaltenen Optimismus verfallen sollte, der sollte den folgenden Satz aus der Pressemeldung des Landesbetriebes zweimal lesen: „Ob und in welchem Umfang eine frühere Fertigstellung möglich ist, hängt unter anderem von der Witterung, den tatsächlichen Baugrundverhältnissen und den noch ausstehenden Kampfmitteluntersuchungen im zweiten Bauabschnitt ab.“
➡️ Zu dem ganzen Vorgang nimmt unser Fraktionsvorsitzender und früherer parlamentarischer Staatsekretär wie folgt Stellung:
Baugrunduntersuchungen haben eigentlich vor der Maßnahme zu erfolgen. Dass die jetzt auch schon für den zweiten Abschnitt dieser Brücke als Risiko für weitere Verzögerungen genannt werden lässt Schlimmes ahnen. Der gesamte Umgang mit dieser Baustelle in einer neuralgischen Verkehrslage ist ein Skandal. Dazu gehört auch die „Öffentlichkeitsarbeit“ des Landesbetriebes Straßenbau, die geradezu eine Verhöhnung der Menschen darstellt, die die Beeinträchtigungen durch diese Verzögerungen täglich hinnehmen müssen!“
❓Übrigens: Nur nebenbei noch die Frage: Haben Sie inzwischen etwas vom Lohmarer Bürgermeister im Rathaus Ratlos gehört?
https://www.strassen.nrw.de/de/meldung/b484-erneuerung-der-rothenbachbruecke-in-lohmar-voraussichtlich-bis-herbst-2027-abgeschlossen.html?mtm_campaign=infoabo&mtm_kwd=news&mtm_medium=email&mtm_source=newsletter
🚧 Von einer schlafenden Baustelle an der B484 und einem verschlafenen Bürgermeister im Rathaus Ratlos…
… oder wie der Landesbetrieb Straßenbau die Lüge von der Fertigstellung der Baustelle an der B484 (Rothenbachbrücke) offiziell aufrecht hielt, während das Baustellenschild klammheimlich auf Herbst 2027 geändert wurde.
Wer regelmäßig zwischen Lohmar und Siegburg über die B484 fährt, musste sich jedes Mal wundern, wie wenig an dieser Baustelle gearbeitet wird. Auch wenn man berücksichtigt, dass ein Teil der Arbeiten unterhalb dieser Brücke stattgefunden hat, konnte man beobachten, dass es nicht wirklich voranging. Spätestens als die Oberfläche der Brücke in dem Bereich der Bauarbeiten erst in den letzten Wochen geöffnet wurde, mussten sich aufmerksame Menschen die Frage stellen, wie der Dezember dieses Jahres zur Fertigstellung erreicht werden sollte.
Zur Erinnerung: In der Pressemitteilung der Stadt, die auf den Landesbetrieb Straßenbau NRW zurückging, hieß es im April dieses Jahres zu den zeitlichen Abläufen für den Bau:
• Mittelstreifenüberfahrt: Die Verlängerung soll voraussichtlich bis zum 8. Mai
abgeschlossen sein.
• Brückenwiderlager: Ab der Woche vom 11. Mai beginnen die Arbeiten an den
Widerlagern. Diese dauern voraussichtlich bis Ende Oktober.
• Fertigstellung: Bei planmäßigem Verlauf soll der Ersatzneubau im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Maßnahme in zwei Teilabschnitte unterteilt werden würde. Nun drängt sich der Eindruck auf, dass bis heute noch nicht mal der erste Teilabschnitt fertig gestellt wurde. Insofern dürfte bei jetzigem Arbeitstempo auch die Ansage Herbst 2027 nicht erreicht werden.
Das alles ist für viele Pendler und Pendlerinnen eine Katastrophe, auch für die Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Lohmar und Siegburg. Auch, dass der
Landesbetrieb einen Monat nach Beginn der Baustelle am 28. Mai den provisorischen Rad- und Fußweg für die Radfahrenden gesperrt und als Umweg auf die alte Bahntrasse verwiesen hat.
Es ist uns unbegreiflich, dass der amtierende Bürgermeister bis heute in der Angelegenheit nicht tätig geworden ist. Auch er dürfte in der Zwischenzeit manches Mal an der Baustelle vorbei nach Siegburg gefahren sein und hätte die ganze Zeit die Verzögerungen wahrnehmen und mit seinen Fachabteilungen gegenüber dem Landesbetrieb nachhaken müssen.
Wir fordern den Bürgermeister der Stadt Lohmar auf, seinen diesbezüglichen Tiefschlaf zu unterbrechen und sich umgehend an den Landesbetrieb Straßenbau NRW zu wenden.
➡️ Ziel muss es sein, die Bauarbeiten so zu beschleunigen, dass sie bis spätestens zu den Sommerferien abgeschlossen sind.
➡️ Als Direktmaßnahme muss nun umgehend dafür gesorgt werden, dass für die radfahrenden Menschen über diese Strecke eine sichere beleuchtete Durchfahrt mindestens bis April gibt, weil die Fahrt durch den Wald auf der alten Bahnstraße bei der Dunkelheit in dieser Jahreszeit viel zu gefährlich ist!