18/09/2026
Kein Kunstpreis ohne Jury!
Wir danken Ahne, der weit über seine Verpflichungen als Jurymitglied hinausgegangen ist! Weitere Infos auf www.kabarett.org
Ahne musste im Jahre 1968 quasi gezwungen werden, aus dem Schoß seiner Mutter zu kriechen. Seine ersten Worte waren: „nein" und „warum". Lange Haare bis 15, danach kurze Haare. Mit 21 gründete er das „Neue Forum" und stürzte damit die SED-Regierung, dann probierte er dasselbe in der BRD, scheiterte aber durch Verrat (und weil keine SED existierte). Es folgten ausgedehnte Studien der eigenen vier Wände, intensive Nabelschau, Alkoholmissbrauch. 1994 schrieb er einen Brief an seine Oma, avancierte anschließend zu einem der angesehensten Schriftsteller Europas und stampfte die „Reformbühne Heim & Welt" aus dem Boden, welche als Geburtsstunde der modernen Literatur in die Geschichte einging. Tourneen durch die ganze Welt, Preise über Preise und ein wahrhaft süßes Leben sind der Lohn. Ahne trägt Kleidung aus seinem Schrank.
Viele unterschätzen, wie bedeutend Ahne und sein Schaffen sind. Ohne Ahne gäbe es heute weder Felix Lobrecht, Till Reiners, Torsten Sträter noch Moritz Neumeier, um nur wenige zu nennen. Auch keine Sarah Bosetti, keine Hazel Brugger und wahrscheinlich auch keinen Marc-Uwe Kling. Zumindest nicht so, wie wir sie kennen. Die PARTEI Berlin wäre heute eine ganz andere – und auch diese Veranstaltung. Ohne Ahne wären die Ausgezeichneten anders, das Programm schlechter und Gott hätte seine Zeit mit Katastrophen und Plagen verschwendet, statt wertvolle beratende Arbeit für die Jury zu leisten. Schön, dass er da ist.
https://www.ahne-international.de/