10/09/2026
📌 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝗽𝗹𝗮𝘁𝘇𝗯𝗲𝗿𝗲𝗶𝘀𝘂𝗻𝗴: 𝗘𝗿𝗸𝗲𝗻𝗻𝘁𝗻𝗶𝘀𝘀𝗲 𝗳𝘂̈𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗭𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝗽𝗹𝗮̈𝘁𝘇𝗲
Zur Fortschreibung des Programms zur Spielplatzaufwertung hat gestern – wie bereits in den Vorjahren – die gemeinsame Spielplatzbereisung von Verwaltung und Politik stattgefunden.
Die Bereisung war sehr erkenntnisreich. Friedhelm Storks, Bauhofleiter der Stadt Velen und verantwortlich für die Wartung, Aufbereitung und Aufstellung der Spielgeräte, hat die einzelnen Spielplätze fachlich begleitet und uns vor Ort über Zustand, Pflege und Besonderheiten informiert.
In Velen und Ramsdorf gibt es insgesamt 32 Spielplätze mit ganz unterschiedlichen Angeboten und Schwerpunkten: von inklusiven und barrierearmen Spielmöglichkeiten über Angebote für jüngere und ältere Kinder bis hin zu Kletter-, Bewegungs- und Geschicklichkeitsangeboten, bei denen Kinder ausprobieren, entdecken und ihre eigenen Stärken und Grenzen erfahren können.
🟥 𝗚𝘂𝘁 𝗴𝗲𝗽𝗳𝗹𝗲𝗴𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗿𝗲𝗴𝗲𝗹𝗺𝗮̈ß𝗶𝗴 𝗸𝗼𝗻𝘁𝗿𝗼𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝘁
Insgesamt sind unsere Spielplätze gut in Schuss. Der Bauhof kontrolliert und pflegt die Anlagen regelmäßig. Dazu gehören unter anderem Reinigung, Rasenpflege sowie der Rückschnitt von Bäumen und Hecken. Die Spielgeräte werden regelmäßig durch entsprechend ausgebildetes Personal geprüft und zusätzlich in regelmäßigen Abständen durch die DEKRA auf ihre Stabilität und damit auf ihre Sicherheit für die Kinder kontrolliert.
Dabei wurde auch deutlich, wie viel Arbeit und Aufwand hinter der Unterhaltung unserer Spielplätze steckt. Dieser Aufwand entsteht grundsätzlich unabhängig davon, ob ein Spielplatz sehr stark, wenig oder kaum genutzt wird.
🟥 𝗗𝗶𝗲 𝘁𝗮𝘁𝘀𝗮̈𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗡𝘂𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝘂̈𝗯𝗲𝗿𝗿𝗮𝘀𝗰𝗵𝘁
Besonders interessant waren die Informationen des Bauhofleiters zur Frequentierung der einzelnen Spielplätze. Es gibt Spielplätze, die sehr stark genutzt werden, während andere nur selten oder teilweise kaum besucht werden. Entgegen unserer ursprünglichen Vermutung hängt die Nutzung dabei nicht ausschließlich davon ab, wie viele Familien mit Kindern in unmittelbarer Nähe wohnen. Vielmehr zeigt sich deutlich, dass die Beschaffenheit, die Ausstattung und die Attraktivität eines Spielplatzes eine ganz entscheidende Rolle spielen.
Um hier noch eindeutigere und messbare Erkenntnisse zu gewinnen, sollen Schrankensysteme zur Erfassung der Nutzung angebracht werden. Die dabei gewonnenen und ausgewerteten Daten sollen dann bei der zukünftigen Planung berücksichtigt werden.
🟥 𝗤𝘂𝗮𝗹𝗶𝘁𝗮̈𝘁 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗤𝘂𝗮𝗻𝘁𝗶𝘁𝗮̈𝘁 – 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗺𝗶𝘁 𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗲𝗺 𝗕𝗹𝗶𝗰𝗸
Die Bereisung hat deshalb auch die grundsätzliche Frage aufgeworfen, wie viele Spielplätze wir langfristig tatsächlich benötigen und wie wir die vorhandenen Mittel sinnvoller und gezielter einsetzen können.
Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestand weitgehend Einigkeit darüber, die bisherige Struktur zu überdenken. Ziel sollte nicht sein, um jeden Preis alle 32 Spielplätze dauerhaft zu erhalten oder alle 250 bis 500 Meter Luftlinie einen Spielplatz vorzuhalten. Zudem darf diese Frage nicht ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden.
Spielplätze sind weit mehr als einzelne Spielgeräte. Sie sind wichtige soziale Orte im Wohnumfeld. Hier können Kinder kostenlos spielen, sich bewegen, andere Kinder treffen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen – unabhängig davon, ob ihre Familien die finanziellen Möglichkeiten für kostenpflichtige Freizeitangebote haben.
Deshalb muss bei einer möglichen Konzentration der Spielangebote darauf geachtet werden, dass Kinder weiterhin gut erreichbare und attraktive Spielmöglichkeiten in ihrem Wohnumfeld haben. Gerade in Wohnbereichen mit vielen Familien und Kindern oder dort, wo andere kostenlose Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten fehlen, ist ein entsprechendes Angebot besonders wichtig.
Entscheidend sollte deshalb nicht allein die Entfernung zum nächsten Spielplatz sein. Berücksichtigt werden müssen vielmehr die tatsächliche Nutzung, die Altersstruktur, die soziale Situation im jeweiligen Wohngebiet, die Erreichbarkeit sowie die Qualität und Attraktivität des Angebots.
𝙐𝙣𝙨𝙚𝙧 𝙕𝙞𝙚𝙡 𝙨𝙤𝙡𝙡𝙩𝙚 𝙨𝙤𝙢𝙞𝙩 𝙬𝙚𝙙𝙚𝙧 „𝙢𝙤̈𝙜𝙡𝙞𝙘𝙝𝙨𝙩 𝙫𝙞𝙚𝙡𝙚“ 𝙣𝙤𝙘𝙝 „𝙢𝙤̈𝙜𝙡𝙞𝙘𝙝𝙨𝙩 𝙬𝙚𝙣𝙞𝙜𝙚“ 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙡𝙥𝙡𝙖̈𝙩𝙯𝙚 𝙨𝙚𝙞𝙣, 𝙨𝙤𝙣𝙙𝙚𝙧𝙣 𝙚𝙞𝙣 𝙗𝙚𝙙𝙖𝙧𝙛𝙨𝙜𝙚𝙧𝙚𝙘𝙝𝙩𝙚𝙨, 𝙨𝙤𝙯𝙞𝙖𝙡 𝙖𝙪𝙨𝙜𝙚𝙬𝙤𝙜𝙚𝙣𝙚𝙨, 𝙦𝙪𝙖𝙡𝙞𝙩𝙖𝙩𝙞𝙫 𝙜𝙪𝙩𝙚𝙨 𝙪𝙣𝙙 𝙖𝙩𝙩𝙧𝙖𝙠𝙩𝙞𝙫𝙚𝙨 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙡𝙥𝙡𝙖𝙩𝙯𝙖𝙣𝙜𝙚𝙗𝙤𝙩 𝙛𝙪̈𝙧 𝙖𝙡𝙡𝙚 𝙆𝙞𝙣𝙙𝙚𝙧 𝙞𝙣 𝙑𝙚𝙡𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙍𝙖𝙢𝙨𝙙𝙤𝙧𝙛.
🟥 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝗽𝗹𝗮̈𝘁𝘇𝗲 𝗳𝗹𝗲𝘅𝗶𝗯𝗲𝗹 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗲𝗹𝗻
Für einzelne wenig oder nicht genutzte Spielplätze soll nun geprüft werden, ob die Ausstattung zeitweise zurückgefahren werden kann. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass ein Spielplatz in einem älteren Wohngebiet vorübergehend weniger ausgestattet wird. Wenn dort später wieder mehr Kinder wohnen, könnte das Angebot entsprechend wieder aufgewertet werden.
Auch neue Wohngebiete müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Die Entwicklung der Bevölkerungs- und Altersstruktur sollte dabei ebenso eine Rolle spielen wie die tatsächliche Nutzung der vorhandenen Spielplätze.
🟥 𝗕𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝘁𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿
Ein weiteres wichtiges Thema war – gerade vor dem Hintergrund immer heißer werdender Sommer – die Beschattung unserer Spielplätze. Von den 32 Spielplätzen verfügen derzeit 12 nicht über eine ausreichende Beschattung. Hier soll zunächst geprüft werden, wie stark die jeweiligen Spielplätze tatsächlich genutzt werden und wo ein besonderer Handlungsbedarf besteht.
Bevor überall Sonnensegel oder andere technische Lösungen zum Einsatz kommen, soll außerdem geprüft werden, ob und wo eine Beschattung durch zusätzliche Bäume sinnvoll und möglich ist.
Nach Einschätzung des Bauhofleiters besteht insgesamt noch die Möglichkeit, verteilt auf die verschiedenen Spielplätze etwa 30 weitere Bäume zu pflanzen. Nun soll zunächst vor Ort geprüft werden, an welchen Standorten dies sinnvoll umgesetzt werden kann.
🟥 𝗘𝗶𝗻 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗕𝗹𝗶𝗰𝗸 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗶𝗲 𝗭𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁
Die gestrige Bereisung hat viele wertvolle Erkenntnisse für die Fortschreibung des Spielplatzprogramms gebracht. Sie hat aber auch deutlich gemacht, dass wir uns grundsätzlich mit der zukünftigen Struktur unseres Spielplatzangebots beschäftigen müssen.
𝙁𝙪̈𝙧 𝙙𝙞𝙚 𝙎𝙋𝘿 𝙑𝙚𝙡𝙚𝙣-𝙍𝙖𝙢𝙨𝙙𝙤𝙧𝙛 𝙨𝙩𝙚𝙝𝙩 𝙙𝙖𝙗𝙚𝙞 𝙛𝙚𝙨𝙩: 𝙀𝙨 𝙜𝙚𝙝𝙩 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙙𝙖𝙧𝙪𝙢, 𝙚𝙞𝙣𝙛𝙖𝙘𝙝 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙡𝙥𝙡𝙖̈𝙩𝙯𝙚 𝙖𝙗𝙯𝙪𝙗𝙖𝙪𝙚𝙣. 𝙀𝙨 𝙜𝙚𝙝𝙩 𝙙𝙖𝙧𝙪𝙢, 𝙪𝙣𝙨𝙚𝙧𝙚 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙡𝙥𝙡𝙖̈𝙩𝙯𝙚 𝙙𝙤𝙧𝙩 𝙯𝙪 𝙨𝙩𝙖̈𝙧𝙠𝙚𝙣, 𝙬𝙤 𝙨𝙞𝙚 𝙜𝙚𝙗𝙧𝙖𝙪𝙘𝙝𝙩 𝙪𝙣𝙙 𝙜𝙚𝙣𝙪𝙩𝙯𝙩 𝙬𝙚𝙧𝙙𝙚𝙣, 𝙪𝙣𝙙 𝙆𝙞𝙣𝙙𝙚𝙧𝙣 𝙖𝙩𝙩𝙧𝙖𝙠𝙩𝙞𝙫𝙚, 𝙨𝙞𝙘𝙝𝙚𝙧𝙚 𝙪𝙣𝙙 𝙜𝙪𝙩 𝙚𝙧𝙧𝙚𝙞𝙘𝙝𝙗𝙖𝙧𝙚 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙡𝙢𝙤̈𝙜𝙡𝙞𝙘𝙝𝙠𝙚𝙞𝙩𝙚𝙣 𝙯𝙪 𝙗𝙞𝙚𝙩𝙚𝙣.
🟥 𝗪𝗶𝗲 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗲𝘀 𝗻𝘂𝗻 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗺𝗶𝘁 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝗽𝗹𝗮̈𝘁𝘇𝗲𝗻?
Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun in die weitere Beratung und die Fortschreibung des Spielplatzprogramms 2027 bis 2030 einfließen.
Denn am Ende sollte nicht die Anzahl der Spielplätze entscheidend sein, sondern die Frage, was wir unseren Kindern dort tatsächlich anbieten können.
🟥 https://www.spd-vera.de