07/06/2026
Das chinesische Staatsunternehmen CRRC stand kurz vor dem Zuschlag für ein Nahverkehrsprojekt in der senegalesischen Hauptstadt Dakar – finanziert mit rund 320 Millionen Euro EU-Mitteln.
Dabei sollte das chinesische Unternehmen gegenüber dem schwedischen Hersteller Scania bevorzugt werden.
Wir FREIE WÄHLER im Europäischen Parlament bekräftigten daraufhin unsere Kritik an der strategischen Ausrichtung europäischer Investitionen im Ausland.
Wenn europäische Steuergelder in dieser Größenordnung eingesetzt werden, muss gewährleistet sein, dass sie auch europäischen Interessen dienen. Es ist nicht in unserem Interesse, staatlich gestützte Unternehmen aus autoritären Drittstaaten zu unterstützen.
Und der Widerstand wirkt!
Nach massivem Druck liegt die Vergabe im Senegal auf Eis. Die senegalesischen Behörden fordern jetzt alle Anbieter auf, Dokumente über ihre kommerzielle Unabhängigkeit und ihre Subventionen bereitzustellen.
Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) kündigte eine Überarbeitung des Leitfadens für Investitionen an.
Ein großer Erfolg!
Insbesondere auch angesichts der Tatsache, dass die Europäische Kommission in der Vergangenheit bereits selbst ein Angebot des chinesischen Staatsunternehmens CRRC für ein U-Bahn-Projekt in Lissabon ablehnte. Der Grund dafür war: Das Unternehmen erhielt staatliche Subventionen, die einen „unfairen Wettbewerbsvorteil“ verschafften.
Wir FREIE WÄHLER bleiben an dem Thema dran! Europa darf nicht zum Zahlmeister fremder Interessen werden.