WMD-Weinheim

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WMD-Weinheim In unserer Demokratie haben die rein repräsentativen Verfahren ihre Monopolstellung verloren. Mehr Bürgerbeteiligung stärkt die repräsentative Demokratie.

Mitzuentscheiden und mitzudiskutieren durch mehr direkte Demokratie ist heute sehr wichtig.

29/09/2026

Kindergarten Waid im Hammerweg

Susanne Tröscher im Gemeinderat zum Thema

Für uns steht bei der Entscheidung über den Neubau zunächst die Frage der Bauweise im Mittelpunkt. Es geht nicht um Traumschlösser!

Wir halten eine kompakte, zweigeschossige Bauweise für besonders prüfenswert. Sie benötigt deutlich weniger Grundfläche als ein eingeschossiges Gebäude mit rund 1.000 Quadratmetern und bedeutet mehr wertvolle Garten- und Spielfläche für die Kinder .

Gerade bei einem Kindergarten ist die Außenfläche ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Wir wollen die Kinder nicht zu Stubenhockern machen. Der vorhandene große Baumbestand ist dabei besonders wertvoll – nicht zuletzt als natürliche Beschattung in den zunehmend heißen Sommermonaten. Diese Bäume und möglichst viel zusammenhängende Spielfläche sollten unbedingt erhalten bleiben. Vielen Familien mit Kindern fehlt ein Garten zum Spielen.

Spielflächen auf dem Dach sehen wir dagegen als No-Go. Eine solche Lösung müsste zusätzlich barrierefrei erschlossen werden und benötigt entsprechende Erschließungsflächen. Durch die notwendige Einfriedung entsteht aus unserer Sicht schnell der Eindruck eines „Käfigs für die Kinder“. Zudem sehen wir noch nicht, wie sich eine attraktive Dachspielfläche mit einer gleichzeitig sinnvollen Nutzung des Daches für eine Photovoltaikanlage vereinbaren lässt.

Auch die energetische Qualität des Gebäudes muss stärker betrachtet werden. Bei einem eingeschossigen Gebäude mit rund 1.000 Quadratmetern Grundfläche ist die Außenfläche im Verhältnis zur Nutzfläche deutlich größer. Damit sind grundsätzlich höhere Wärmeverluste und entsprechend höhere Energieaufwendungen zu erwarten. Eine kompakte zweigeschossige Bauweise ist hier grundsätzlich energetisch günstiger.

Bei den Fenstern sollte auf ein sinnvolles Verhältnis von Fenster- zu Außenwandfläche geachtet werden. Schmale hohe Fenster können viel Tageslicht ins Gebäude bringen, ohne unnötig große Fensterflächen zu schaffen.

Bei der Dachform würden wir ein Steildach bzw. Satteldach einem Flachdach vorziehen – zum einen im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit, zum anderen für eine sinnvolle und gut nutzbare Fläche zur Installation einer Photovoltaikanlage.

Auch die Energieversorgung sollte bereits jetzt zukunftsfähig geplant werden. Wir halten einen entsprechenden Kellerraum bzw. Bereich für eine Wärme- und Kältespeicherung in Verbindung mit einer Wärmepumpe für sinnvoll und bitten darum, dies in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

Der Mehrzweckraum im Untergeschoss könnte beispielsweise über eine Rampe um das Gebäude herum erschlossen werden. Eine Aufzugsanlage ist aus unserer Sicht daher nicht zwingend die einzige Lösung. Hier sollten auch alternative Erschließungsmöglichkeiten geprüft werden.

Ein weiterer Punkt, der in der Vorlage aus unserer Sicht bislang nicht ausreichend dargestellt ist, betrifft die Geländesituation und die erforderliche Stützmauer zum Nachbargrundstück. Diese Maßnahme ist notwendig, um die entsprechende Bebaubarkeit herzustellen. Die damit verbundenen baulichen und finanziellen Auswirkungen sollten in der weiteren Planung und Kalkulation berücksichtigt und transparent dargestellt werden.

Bei einem Investitionsvolumen von 6-7 Millionen € muss eine belastbare und nachvollziehbare Kostenberechnung vorliegen. Die bisher vorliegenden Kostenschätzungen der einzelnen Varianten sind sehr grob.

Uns wurde zugetragen, dass bereits weitergehende Kalkulationen, unter anderem eine Grundlagenkalkulation des Planungsbüros, vorliegen. Diese sollten dem Stadtrat vor einer Entscheidung vollständig zur Verfügung gestellt werden. Nur so können die verschiedenen Varianten hinsichtlich Baukosten, Folgekosten und Wirtschaftlichkeit sachgerecht verglichen werden.

Aus unserer Sicht ist die Vorlage daher noch nicht abstimmungsreif. Zunächst sollten die offenen planerischen und finanziellen Fragen geklärt und die Varianten auf einer einheitlichen und belastbaren Grundlage gegenübergestellt werden.

Bevor heute eine Entscheidung über eine Variante getroffen wird, muss das Konzept nochmals gemeinsam mit den Eltern, sowie der IG Waid als Vertretung des Ortsteils, besprochen werden. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung sollte die Planung möglichst breit getragen werden.

Aus unserer Sicht sind insbesondere Variante 1 und 2 weiterhin näher zu betrachten. Ziel muss ein zukunftsfähiger Kindergarten sein, bei dem möglichst viel wertvolle Außenspielfläche erhalten bleibt.

Wir empfehlen daher, heute noch keinen abschließenden Beschluss zu fassen, sondern die offenen Fragen zu Bauweise, Außenflächen, Energie, Erschließung, Geländesituation und Kosten zunächst zu klären und anschließend erneut zu beraten. Die Beteiligung der Mitarbeiter des Kindergartens, die IG Waid (als Ortsteilvertretung) sowie die Eltern müssen dringend beteiligt werden.
Die IG Waid stellt - ähnlich einem Ortschaftsrat - schon seit der Eingemeindung die Repräsentanz der Bürger dieses Wohngebietes dar.

18/05/2026

Position der WMD zum Kriegerdenkmal in der Bahnhofstraße

Das Kriegerdenkmal in der Bahnhofstraße ist seit Jahrzehnten ein Brennpunkt kontroverser Debatten in Weinheim. Für viele Familien ist es ein Ort persönlicher Erinnerung – Namen von Angehörigen stehen dort eingraviert, und damit macht das Denkmal Kriegsschicksale sichtbar, die sonst im Verborgenen blieben.

Gleichzeitig ist unbestreitbar: Das Denkmal wurde von den Nationalsozialisten mit propagandistischer Absicht errichtet. Es sollte Kriegsbereitschaft fördern, nicht Frieden. Ebenso gehört zur historischen Wahrheit, dass gefallene jüdische Soldaten des Ersten Weltkriegs bei der Errichtung bewusst ausgeschlossen wurden. Und nach 1945 wurden Angehörige der Waffen‑SS zu Wehrmachtssoldaten umdeklariert, um sie namentlich aufnehmen zu können.

Diese Aspekte sind keine Randnotizen, sondern Teil der Weinheimer Stadtgeschichte. Sie zu verschweigen, hieße Geschichte zu verfälschen.

Wir als WMD verurteilen die wiederkehrenden Beschädigungen und Verschmutzungen des Denkmals. Das ist kein Ausdruck politischer Haltung, sondern schlicht Vandalismus. Wer die nationalsozialistische Bildsprache des Denkmals kritisieren möchte hat legale Möglichkeiten.

Gerade deshalb wurde 1999 das Mahnmal in der Ehretstraße errichtet – als bewusstes Gegengewicht. Wer heute das Kriegerdenkmal für Geschichtsverklärung oder martialische Inszenierungen missbrauchen will, tut dies zwangsläufig im Angesicht eines Mahnmals, das an die Opfer von Gewalt, Krieg und Verfolgung erinnert. Diese Spannung ist gewollt. Sie zwingt zur Auseinandersetzung.

„Das Kriegerdenkmal ist nicht schön und wurde zur Kriegspropaganda errichtet. Gerade deshalb soll es umso mehr Menschen zum Nachdenken bringen“, betont Matthias Hördt. Unsere Demokratie lebt von Vielfalt und vom offenen Austausch. Meinungen dürfen nicht unterdrückt werden – das berühmte, oft Voltaire zugeschriebene Zitat „Ich lehne ab, was Sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen“ ist heute aktueller denn je.

Die Zivilgesellschaft sei deshalb gefordert, die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen, damit demokratische Kräfte stets eine überzeugende Mehrheit darstellen.

Die vor wenigen Jahren aufgestellte Erklärtafel liefert die unverzichtbare historische Einordnung. Wer das Denkmal ablehnt, kann dies friedlich, kreativ und demokratisch ausdrücken.
Wir akzeptieren nicht: Vandalismus, Geschichtsverfälschung, Instrumentalisierung für menschenfeindliche Botschaften

Wir wollen: Aufklärung statt Zerstörung, ehrliche Debatten, Erinnerungskultur statt Geschichtsfälschung

Stadtrat in Woinem für die WMD-WeinheimUnn OB
13/04/2026

Stadtrat in Woinem für die WMD-Weinheim
Unn OB

Dieses Video wurde mit Clipchamp erstellt.

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