09/10/2026
CDU fragt: Wie kann die Fähre Orsoy-Walsum Kurs halten?
Hochwasser bringt den Fährbetrieb zwischen Orsoy und Walsum immer wieder kurzfristig zum Erliegen. In diesem Jahr sorgten allerdings Sommerhitze und Regenmangel gleich zweimal für Zwangspausen. Der Fährmann spricht von einer Katastrophe, die Kunden müssen ihre Ziele auf der anderen Rheinseite wochenlang über lange Umwege erreichen.
Wie kann es künftig weitergehen? Mit dieser Frage will sich der Ausschuss für Mobilität und Verkehr auf Antrag von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen befassen. Die „Kenia“-Koalition fordert von der Verwaltung einen Bericht zur „Zukunftsfähigkeit der Fährverbindung“ als Grundlage für eine langfristige Strategie. Dabei sollen Umsetzbarkeit, Finanzierung und Nutzerzahlen berücksichtigt werden.
Im Mittelpunkt stehen vier Themen. Zunächst soll geprüft werden, mit welchen technischen Maßnahmen der Fährbetrieb auch bei niedrigen Rheinpegeln möglichst lange aufrechterhalten werden kann. Gemeinsam mit Betreiber und Fachstellen sollen geeignete, genehmigungsfähige und wirtschaftlich vertretbare Lösungen gefunden werden.
Auch die L155 als Zufahrt zum Fähranleger auf der Orsoyer Rheinseite soll untersucht werden. Die Verwaltung soll klären, ob Straßen.NRW eine Sanierung oder Ertüchtigung plant, um eine dauerhaft verlässliche und, soweit sinnvoll, niedrigwassertaugliche Zufahrt zur „Glück auf“ zu gewährleisten.
Zudem soll geprüft werden, welche Förderprogramme des Landes für Investitionen in Anleger, Zufahrten oder weitere Verkehrsinfrastruktur infrage kommen.
Ein weiterer Punkt ist die bessere Anbindung der Fähre an den öffentlichen Nahverkehr. Gemeinsam mit VRR, NIAG und DVG sollen Erreichbarkeit der Anleger, Betriebszeiten, Fahrgastinformationen sowie tarifliche und organisatorische Kooperationen untersucht werden. Ziel ist, den privatwirtschaftlichen Fährbetrieb bei verlässlicher Verkehrsleistung besser öffentlich zu unterstützen.
Schließlich soll die Verwaltung Gespräche mit den Kommunen Rheinberg und Duisburg, dem Betreiber, Straßen.NRW und den zuständigen Landesstellen führen und über Ergebnisse, mögliche künftige Nutzerzahlen und finanzielle Auswirkungen berichten.