06/10/2026
+ + + OFFENER BRIEF AN DIE CDU WITTEN UND ENNEPE-RUHR + + +
Liebe Kollegen von der CDU,
ich begrüße ausdrücklich, dass Ihr den Fall des als „Koranleser“ bekannten Islamisten aus Witten nun ebenfalls öffentlich in einem Video-Statement Eures Vorsitzenden Ulrich Oberste-Padtberg aufgreift (Link zum CDU-Video: https://www.facebook.com/share/r/1VDGkh6Nex/)
Dass Ihr seinen jahrelangen Sozialleistungsbezug kritisiert und zugleich die Frage stellt, weshalb sich dieser Mann überhaupt noch in Deutschland aufhält, ist in der Sache vollkommen berechtigt.
Allerdings gehört zur politischen Ehrlichkeit auch die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Dieser Mann kam 2015 nach Deutschland – in jenem Jahr, in dem die damalige Bundesregierung unter CDU-Kanzlerin Merkel unser Land jedem Einwanderungswilligen aus aller Welt preisgab und hunderttausenden Migranten die illegale Einreise nach Deutschland ermöglichte.
Wer heute seinen Aufenthalt und seinen jahrelangen Leistungsbezug kritisiert, kann deshalb nicht so tun, als habe die eigene Partei mit den politischen Voraussetzungen dafür nichts zu tun gehabt, denn das war Euer Fehlverhalten, unter dem unser Land seit über zehn Jahren leidet.
Noch bemerkenswerter ist aber ein zweiter Punkt: Nach den bislang vorliegenden Informationen wurde der Aufenthaltsstatus dieses Mannes seit 2019 nicht mehr überprüft beziehungsweise nicht mit den Konsequenzen überprüft, die heute von Euch eingefordert werden.
Und genau hier kommt die CDU in Witten wieder ins Spiel:
Von 2020 bis 2025 stellte die CDU mit Lars König den Bürgermeister der Stadt Witten. Fünf Jahre lang führte damit ein CDU-Politiker die Stadtverwaltung. Er hatte also alle Möglichkeiten, sich dieses Problems anzunehmen, den Schutzstatus dieser stadtweit seit Langem bekannten Person prüfen zu lassen und für eine Rückführung zu sorgen. In Syrien ist schon lange kein Krieg mehr, und der Problem-Syrer hat folglich in unserem Land absolut gar nichts mehr zu suchen.
Doch passiert ist nichts, und die massiven finanziellen und gesellschaftlichen Folgen dieser politischen Fehlleistung dürfen nun die Bürger der Stadt Witten auslöffeln, die sich mit Euren Gästen hier herumärgern und wegen ständiger Ruhestörungen und Belästigungen ins Hotel ziehen dürfen. Da kann man nur sagen: Danke, CDU!
Man kann nicht im Jahr 2026 empört vor die Kamera treten und die Folgen eines politischen und administrativen Handelns kritisieren, für das die eigene Partei über Jahre hinweg maßgeblich Mitverantwortung trägt.
Der Fall des Wittener „Koranlesers“ ist damit nicht nur ein Beispiel für Probleme bei Migration, Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen. Er ist ebenso ein Beispiel dafür, wie politische Entscheidungen von gestern heute öffentlich beklagt werden, ohne dabei die eigene Verantwortung ausreichend zu thematisieren.
Ich halte es deshalb für notwendig, dass die CDU nicht nur die Symptome kritisiert, sondern auch die eigene Rolle bei ihrer Entstehung offen benennt und sich endlich im Kreistag von der links-grünen Hegemonie emanzipiert, anstatt an deren Rockzipfel zu hängen. In aktuellen Umfragen noch 17,5 Prozent im Bund sind ansonsten noch lange nicht das Ende der selbstgewählten Abwärtsspirale.
Uns kann es freuen: Die AfD steigt im Wochentakt, während Ihr Euch hinter Eurer selbstgebauten „Brandmauer“ weiter selbst ohne jede Not verzwergt. Ich hätte es früher noch selbst als CDU-Mitglied nie für möglich gehalten, dass die CDU einmal so weit sinkt und jegliche ihrer früheren Prinzipien über Bord wirft, nur um sich vor den rot-grünen Sozialisten bei allen großen Fragen unserer Zeit zum Bückling zu machen.
„FREIHEIT STATT SOZIALISMUS“ und "ASYLMISSBRAUCH BEENDEN" hat die CDU früher einmal auf ihre Wahlplakate geschrieben. Leider ist von diesen Werten in der CDU heute kaum noch etwas übrig. Sie ist zu einem reinen Machtapparat verkommen, der sich nach dem Wind dreht und dabei stets über jedes Stöckchen der Linken springt, wenn es ihr vermeintlich nutzt.
Macht so weiter, und Euch wird es nicht mehr lange geben, denn eine derart beliebige CDU braucht niemand mehr.
Mit besten Grüßen
Matthias Renkel
Vorsitzender der AfD-Kreistagsfraktion Ennepe-Ruhr
P. S.: Zumindest trägt der Kollege Oberste-Padtberg im Video eine schöne blaue Krawatte. Damit ist er immerhin kleidungstechnisch seiner Zeit schon etwas voraus. 😉