18/10/2026
Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein.
Gestern wurde in Südtirol bei einer Fachtagung über ein Thema gesprochen, das uns als Gesellschaft beschäftigen muss: Bildungsarmut.
Südtirol unterstützt Familien bereits mit verschiedenen finanziellen Leistungen. Diese Unterstützung ist wichtig, um Familien finanziell zu entlasten und ihre Kaufkraft zu stärken. Doch bei der Bekämpfung von Bildungsarmut müssen wir noch weiterdenken.
Denn nicht jedes Kind hat die gleichen Möglichkeiten, seine Talente zu entfalten. Manche Kinder können nicht an Freizeitangeboten teilnehmen, erhalten zu Hause nicht die nötige Lernunterstützung oder haben aufgrund ihrer familiären Situation schlechtere Startbedingungen.
Deshalb braucht es neben gezielter Unterstützung vor allem Prävention. Wir müssen frühzeitig hinschauen, Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten rechtzeitig erkennen und Familien unterstützen, bevor sich Benachteiligungen verfestigen. Dazu gehören frühe Förderung und Sprachunterstützung, leistbare Nachmittagsbetreuung, Lernbegleitung sowie ein niederschwelliger Zugang zu Sport, Musik, Kultur und Vereinsleben – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Ebenso wichtig ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Kindergärten, Schulen, Sozialdiensten und Familien, damit Hilfe rechtzeitig ankommt.
Für uns als Soziale Mitte geht es darum, bestehende Leistungen dort zu ergänzen, wo Familien und Kinder noch Unterstützung brauchen. Prävention bedeutet, Chancen zu schaffen, bevor aus kleinen Hürden große Hindernisse werden.
Denn Familien zu stärken bedeutet auch, Kindern Chancen zu eröffnen. Jedes Kind soll seine Fähigkeiten entwickeln und seinen eigenen Weg gehen können – unabhängig von der finanziellen Situation seiner Eltern.