02/11/2026
Halle ist kein Treffpunkt für Rechtsextreme.✊
Am 7. und 8. November findet in Halle zum zweiten Mal eine Messe extrem rechter Verlage statt. Schon im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, was solche Veranstaltungen bewirken: Rechtsextremes Gedankengut wird unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit verbreitet, und es vernetzen sich auch die, die es in die Tat umsetzen.
Nach außen gibt sich die Messe als Branchenveranstaltung. Im Programm geht es um etwas anderes, von radikalem Konservatismus und Autoritarismus über völkische Weltanschauungen bis zu offener Demokratie- und Menschenfeindlichkeit. Gerade angesichts der aktuellen Lage in Sachsen-Anhalt ist sie ein weiterer Baustein auf dem Weg, unsere gesellschaftlichen Grundsätze auszuhöhlen.
Wo sich Rechtsextreme ungestört versammeln, entsteht der Eindruck, dass alle, die nicht in ihr Weltbild passen, hier nicht mehr sicher sind. Das darf in Halle niemanden gleichgültig lassen, wo die Erfahrung eines rechtsextremen Anschlags immer präsent ist.
Deshalb haben wir gemeinsam mit den demokratischen Parteien und Fraktionen im Stadtrat eine Erklärung veröffentlicht. Wir fordern Oberbürgermeister Alexander Vogt auf, sich öffentlich gegen die Messe zu positionieren und das zivilgesellschaftliche Engagement in Halle zu unterstützen.
Halle steht nicht als Symbol für eine gleichgeschaltete Kultur zur Verfügung.