26/10/2026
und um die Menopause spielt bei Beschwerden an Muskeln, Sehnen und Gelenken der hormonelle Umbruch eine ganz entscheidende Rolle. Er kann dazu führen, dass sich Gefäßfunktionen, Muskelstoffwechsel, Regenerationsfähigkeit und Körperzusammensetzung verändern. Nicht jede Beschwerde wird durch die Wechseljahre verursacht. Wichtig ist jedoch, die hormonelle Situation bei einer sorgfältigen Diagnose mit zu berücksichtigen.
In seiner Doktorarbeit hat sich Dr. Ardeshir Ghiassi intensiv damit beschäftigt, wie tief hormonelle Veränderungen in biologische Regulationssysteme eingreifen können. Diese Zusammenhänge haben seine ärztliche Sichtweise nachhaltig geprägt. „Ich begann, orthopädische Beschwerden noch konsequenter als Teil eines größeren neurophysiologischen und hormonellen Zusammenhangs zu betrachten“, betont der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Orthopädie verstehe ich nicht ausschließlich als Medizin von Knochen und Gelenken. Sie ist für mich die Medizin der Bewegung. Und Bewegung beginnt im Gehirn.“
Der Leiter des Dortmunder Centrum Vitae verfolgt den Ansatz, Orthopädie stärker in neurophysiologischen Zusammenhängen zu denken und nicht nur auf sichtbare Strukturen zu beschränken. Wann begann der Schmerz? Hat sich der Zyklus verändert? Hat die Muskelkraft nachgelassen? Wandern die Beschwerden? Welche Medikamente werden eingenommen? Für Dr. Ghiassi ist jede Antwort eine Spur und jeder Befund ein Teil der Geschichte. „Erst wenn man Ursprung, Ursache und aufrechterhaltende Mechanismen verstanden hat, kann man eine Therapie wirklich individuell gestalten,“ erklärt er. „Das ist aus meiner Sicht die Orthopädie der Zukunft.“
Ausführlichere Infos zu Dr. Ghiassis neurophysiologischem Ansatz der Orthopädie lesen Sie in unserem Fachartikel.
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