07/10/2026
Zum Abschluss der Aktionstage Arbeitsmarktpolitik „Aktiv für Arbeit“ nahm unser Geschäftsführer Holger Schelte (Gruppenfoto rechts) an einem Pressegespräch teil und forderte zusammen mit Kirsten Schwenke (Mitte) und Giulia Maira von der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW einen Kurswechsel und verlässliche Rahmenbedingungen für eine Arbeitsmarktpolitik, die Teilhabe tatsächlich ermöglicht.
Holger Schelte machte in dem Gespräch deutlich: "Hinter jeder Zahl aus dem Report steht ein Mensch, der Arbeit will – und wenn das Geld für Beratung, Qualifizierung und Begleitung fehlt, verliert dieser Mensch eine Chance, auf dem Arbeuitsmarkt Fuß zu fassen".
Denn: Mehr Langzeitarbeitslosigkeit und weniger Förderung – das passt nicht zusammen.
Wer über Teilhabe am Arbeitsmarkt spricht, muss auch darüber sprechen, was Menschen auf dem Weg dorthin tatsächlich brauchen: Zeit, Beratung, Qualifizierung, Stabilisierung und verlässliche Begleitung.
Der neue NRW-Report Arbeitsmarktpolitik zeigt ein wachsendes Missverhältnis: Viele langzeitarbeitslose Menschen bringen nicht die beruflichen Qualifikationen mit, die für einen Großteil der offenen Stellen vorausgesetzt werden. Gerade deshalb ist Qualifizierung unverzichtbar. Doch genau diese und weitere Unterstützungsangebote geraten zunehmend unter Druck.
Die Freie Wohlfahrtspflege NRW erlebt in ihrer täglichen Arbeit, was das bedeutet: Wenn Förderangebote wegfallen oder unsicher finanziert sind, fehlen wichtige Chancen für Menschen, die ohnehin mit besonderen Hürden kämpfen.
Mit dem NRW-Report Arbeitsmarktpolitik 02/2026 (https://www.paritaet-nrw.org/aktuelles/aktuelles-aus-verband-und-wohlfahrt/nrw-report-arbeitsmarktpolitik-2/2026) macht die Freie Wohlfahrtspflege NRW deshalb deutlich: Langzeitarbeitslosigkeit lässt sich nicht durch Rückzug aus der Förderung bekämpfen.
Der Paritätische NRW
Foto: V. Bretz / Freie Wohlfahrtspflege NRW